
Die evangelisch-lutherische St. Nikolai-Kirche in Hannover-Limmer wurzelt historisch in einer Kapelle der Grafen von Roden aus dem 13. Jahrhundert, deren Nikolaus-Patrozinium auf die einstige Bedeutung der Leineschifffahrt an diesem Standort verweist. Nach dem Abriss des baufälligen Vorgängerbaus im Jahr 1787 entstand zwischen 1789 und 1791 der heutige spätbarocke Saalbau aus rotem Backstein nach Plänen des Hofmaurermeisters Johann Georg Täntzel. Der Westturm mit seiner markanten welschen Haube prägt das Ortsbild des 1909 nach Hannover eingemeindeten Stadtteils bis heute. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude, insbesondere bei Luftangriffen im Jahr 1943, schwere Schäden an Dach und Fenstern, die bis zur Wiedereinweihung 1951 behoben wurden. Der Innenraum, dominiert von einem klassischen Kanzelaltar im Zopfstil, erhielt bei einer umfassenden Sanierung in den Jahren 1999 und 2000 seine ursprüngliche helle Farbigkeit zurück. Historisch bedeutsam sind zudem die erhaltenen Grabplatten des 17. Jahrhunderts an der Außenmauer sowie die Orgel, die 1963 unter Einbeziehung historischen Pfeifenmaterials erneuert wurde.